Sieben Wochen durch die Mongolei …
… doch die reichen bei Weitem nicht aus, um das ganze Land zu bereisen. Und so entscheiden wir uns, den gesamten Süden mit der Wüste Gobi wegzulassen, um mehr Zeit zu haben für die wunderschönen Bergregionen mit den herrlich klaren Seen.
Pistenabenteuer
Wer wie wir gerne Offroad unterwegs ist, der findet hier in der Mongolei ein Paradies vor. Es gibt im ganzen Land, das etwa viermal so groß wie Deutschland ist, gerade mal etwa 11.000 Kilometer mehrheitlich schlechte Asphaltstraßen. Ansonsten reicht die Bandbreite von der kaum sichtbaren Fahrspur über grasige, steinige oder sandige Pisten bis hin zu gnadenlos nervendem Wellblech. Rasches Fortkommen ist unmöglich, ohne sein Fahrzeug so zu schädigen, dass es einfach liegen bleibt.
Wir entdecken jeden Tag eine neue, spannende Variante, von der wir anfangs selten wissen, ob sie schließlich für uns machbar sein wird. Und wir genießen jeden Kilometer, der uns diese grandiose Natur hautnah erleben lässt, ganz ohne Einschränkungen, Zäune oder Verbote. Und wir finden jeden Nachmittag einen traumhaft schönen Platz zum Verweilen und Übernachten.
Die Mongolei wirkt, sieht man mal vom Großraum Ulan Bator ab, nahezu menschenleer. Nur etwa zwei Millionen Menschen verteilen sich über das Land, die anderen eineinhalb Millionen bevölkern die Hauptstadt. Und so treffen wir oft tagelang auf niemanden, fahren über Pisten, die schon lange nicht mehr benutzt wurden, und haben jeden See weitgehend für uns alleine. Nur die notwendigen Abstecher in die überschaubaren Provinzstädte, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen, lassen uns den Hauch der Zivilisation spüren.
Und wenn wir dann wieder langsam über die verzweigten Fahrspuren holpernd in der Einsamkeit verschwinden, sind wir angekommen in einer Welt, die wir so lieben!
Nomads World Cultural Festival
Der Zufall will es, dass wir just in Ulan Bator weilen, als südlich der Stadt drei Tage lang das größte und wichtigste Festival der Mongolei stattfindet. In einem weiten Tal inmitten der grünen Berge sind hunderte Jurten aufgebaut, Verkaufsstände errichtet und Garküchen in Betrieb genommen. Wir parken und übernachten auf einer Wiese in Sichtweite der Veranstaltung, so dass wir jederzeit in das Dargebotene eintauchen können.
In einem großen Rund präsentieren sich alle Provinzen der Mongolei vor und in ihren Jurten mit folkloristischen Darbietungen, musikalischen Einlagen und kulinarischen Kostproben. Alle Repräsentanten sind in traditionelle Gewänder gekleidet, so dass sich insgesamt ein unglaublich authentisches und buntes Gesamtbild darbietet.
Wir schlendern von Jurte zu Jurte, lassen uns mitreißen von den tollen Aufführungen und verstehen so dieses grandios schöne Land mit seinen wundervollen Menschen noch besser. Wir kosten von so manch exotischen Leckereien, die in den verschiedenen Garküchen für die Besucher bereitet werden. Und wir fühlen, warum die Menschen in der Mongolei so herrlich entspannt sind.
Am nächsten Morgen dann die offizielle Eröffnung mit einem bunten und fröhlichen Einmarsch aller Provinzen, vom Staatspräsidenten persönlich begrüßt. Auch er ganz entspannt und volksnah, kaum Sicherheitspersonal und viel Händeschütteln. Im Lauf des Tages locken viele Vorführungen aus dem traditionellen Nomadenleben der Mongolen, Schamanen-Rituale, Bogenschießen, oder auch Ringkämpfe.
Als wir am Abend das Festgelände verlassen, sind wir platt, aber wir spüren die Kraft, die von all diesen traditionellen Riten und der Fröhlichkeit der Menschen ausgeht. Für uns ein perfekter Abschluss …
Alle detaillierten Berichte sowie viel mehr Infos und Bilder dazu findet ihr wie immer im Tagebuch ab dem 07. August 2026 - click hier
Liebe Grüße an Euch alle
Conny und Tommy






















